5 praktische Tipps für das Leben als digitaler Nomade

Wer sich gerade auf ein digitales Nomadenleben vorbereitet oder bereits ortsunabhängig arbeitet, muss sich Gedanken um viele organisatorische Dinge machen. Manchmal ändern sich Vorschriften oder es gilt bestehende bürokratische Hürden zu überwinden, die am Ende doch meist unkomplizierter sind, als sie anfangs erschienen. Im Folgenden gibt es hilfreiche Tipps, wie es möglich ist, mobil zu arbeiten, während man möglicherweise unendlich lang um die Welt reist.

1) Krankenversicherung: Wie und wo am besten versichern?

Natürlich bieten die meisten deutschen Krankenversicherungen auch eine ganz normale Reisekrankenversicherung. Das Manko an selbigen ist, dass sie je nach Versicherer in der Regel nur für vier bis acht Wochen gültig sind. Wer also länger unterwegs ist und abgesichert sein will, benötigt zweifelsohne eine Langzeitkrankenversicherung für’s Ausland.
Eine Möglichkeit um den für digitale Nomaden recht hohen monatlichen Krankenkassenbeitrag zu umgehen, ist es, vor der Abreise die Mitgliedschaft in eine sogenannte Anwartschaft umzuwandeln. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) beispielsweise betragen die monatlichen Kosten hierfür etwa 50 Euro. Positiv ist auch: Bei der Rückkehr nach Deutschland ist eine Wiederversicherung zu den Konditionen vor der Abreise problemlos möglich Wer daneben beispielsweise bei der Hanse Merkur eine Langzeitkrankenversicherung für das Ausland abschließt, muss zusätzlich 35 Euro im Monat zahlen, kann sich dafür aber bis zu fünf Jahre auf diesem Weg absichern.
Eine andere Option ist die Auslandskrankenversicherung der Deutschen Krankenversicherung (DKV). Diese kostet einen digitalen Nomaden 63 Euro monatlich, wobei man für diesen Beitrag sowohl im Ausland als auch in Deutschland versichert ist – natürlich nur insofern man alle drei Monate zumindest für kurze Zeit aus Deutschland ausreist. Wer sein Nomadenleben allerdings in Nord- oder Südamerika verbringen möchte, muss bei einem Monatsbeitrag von 169 Euro auch bei der DKV etwas tiefer in die Tasche greifen. Beide Varianten sind langfristig jedoch günstiger als eine normale Krankenkassenmitgliedschaft in Deutschland und der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung.

Digitale Nomaden

2) Digitale Nomaden und die Steuer

Wer seine Freiberuflichkeit oder Selbstständigkeit in Deutschland bereits angemeldet hat, zahlt seine Steuern ganz normal weiter. Viele digitale Nomaden fallen unter die Kleinunternehmerregelung, sodass sie keine Mehrwertsteuer ausschreiben und auch keine Umsatzsteuervoranmeldung machen müssen, sondern lediglich zu einer Jahresabschlusssteuererklärung verpflichtet sind. Wer sich in Sachen Steuerangelegenheiten grundsätzlich nicht sonderlich gut auskennt, sollte sich einen Steuerberater suchen, dem er vertraut und der hilft, die persönlichen Steuerangelegenheiten professionell zu regeln.

3) Richtig Rechnungen stellen

Auch als digitaler Nomade stellt man seine Rechnungen ganz normal. Wie oben bereits erwähnt, als Kleinunternehmer meistens jedoch ohne eine Mehrwertsteuer auszuschreiben. Und verschicken kann man die Rechnung an den Auftraggeber völlig unproblematisch per E-Mail. Für Rechnungen, die ins Ausland gestellt werden, entfällt die Mehrwertsteuer ohnehin. Viele Auftraggeber zahlen dann entweder direkt auf das bestehende deutsche Bankkonto oder aber über PayPal.

4) Wie handhaben Weltenbummler Vertragsangelegenheiten?

Die meisten Unternehmen, die sich mit mobilen Arbeitslösungen auskennen, sind mit einem Online-Vertrag, der mit einer digitalen Signatur unterzeichnet ist, einverstanden. Diese Vorgehensweise ist durchaus üblich und wird von Gesetzgeber unterstützt. So heißt es im BGB § 126a “Die qualifizierte elektronische Signatur ist der manuell erstellten Unterschrift weitgehend gleichgestellt.” Zur Erstellung einer digitalen Signatur gibt es zahlreiche Gratistools im Netz.

5) Deutsche Postanschrift oder alternativ ein virtuelles Büro von Regus

Sicher ist, auch für Menschen, die dauerhaft ein digitales Nomadenleben führen, ist es schwer, ohne eine permanente Adresse oder Postanschrift in Deutschland auszukommen. Für dieses Problem gibt es zahlreiche Lösungen: Entweder man meldet sich offiziell bei Freunden, der Familie oder mietet sich ein günstiges Zimmer in einer WG. In jedem Fall benötigt ein digitaler Nomade jedoch eine Person, der er vertraut und die sich um die Post sowie anderweitige bürokratische Angelegenheiten kümmert. Wer sich auf diese Varianten nicht verlassen möchte, ist beispielsweise mit der Buchung eines virtuellen Büros von Regus gut beraten. Regus hilft digitalen Nomaden professionell durchzustarten: Neben einer richtigen Geschäftsadresse, die auch Weltenbummlern ein renommiertes Image vermittelt, ohne dass sie sich dafür in Unkosten stürzen müssen, stellt Regus alle nötigen Serviceleistungen zur Verfügung, damit der digitale Nomade flexibel und mobil bleiben kann. Neben einer professionellen Bearbeitung der eingehenden Post beantworten die Mitarbeiter von Regus auch eingehende Telefonate kompetent und zuverlässig.

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