Cooles, Wildes Phnom Penh

 

Ich und meine Freundin sind in den Semesterferien für 10 Wochen nach Asien gegangen. Die Destinationen waren Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand. In diesem Blogeintrag möchte ich aber nur über die Hauptstadt von Kambodscha, Phnom Penh erzählen:

Phnom Phen

Wir kamen aus dem Süden von Vietnam und sind mit einem kleinen Motorboot  den Mekong River hochgefahren. Die Reise war fantastisch und absolut entspannt. Alles in allem waren wir wahrscheinlich etwa 6 Stunden unterwegs. Ich liebe diese Art zu reisen: Man riecht den Fluss, spürt die Natur und sieht traumhafte Landschafen vorbeiziehen. Die kambodschanischen Kinder winken vom Ufer und Wasserbüffel suhlen sich im Uferschlamm. Ich fühlte mich wie im Film Apocalypse Now.

Ein zusätzliches aber nicht zu unterschätzendes Plus ist der super relaxte Grenzübergang. Keine Menschen, entspannte Grenzwächter und man hat die Möglichkeit eine leckere Noodle Soup zu essen,  während die Formalitäten geklärt werden. Das Touristenvisum für 3 Monate bekommt man direkt an der Grenze. Wenn ich mich so zurückerinnere, war das der gechillteste Grenzübergang außerhalb von Europa und jeder der schon in Krisengebieten oder nur in die USA gereist ist, weiß das zu schätzen.

Insekten

Wir sind etwa 100 km südlich von Phnom Penh an Land gegangen und wurden dort von einem Minibus abgeholt der uns in die Hauptstadt von Kambodscha gefahren hat. Mittlerweile müde und verschwitzt sehnten wir uns nach einer Dusche und Entspannung. Die Hauptstraßen von Phnom Penh sind stark befahren und wie viele asiatische Großstädte unglaublich chaotisch. Und so kam es leider, dass ein junger Motorradfahrer mit Anhänger mit uns kollidierte. Zum Glück ist niemandem was passiert! Der Minibusfahrer war übelst sauer und hat den beinahe weinenden Teenager so lange festgehalten und angeschrien, bis seine Mutter gekommen ist und den Blechschaden beglichen hat. Die haben mir echt Leid getan. Als wir dann endlich den Minibus verlassen konnten, war das Erste, das wir gesehen haben ein Marktstand, der lebende, frittierte und gerillte Insekten feil geboten hat. Wie bei uns Nüsse, Oliven oder Süßigkeiten, gingen lebende Kakerlaken, riesige gerillte Spinnen und Maden über den Ladentisch. Echt Krass!

Tuk TukWir wussten so ungefähr wo wir hin wollten und hatten uns zwei Adressen raus geschrieben. Beide waren in der nähe des Boeung Kak Sees. Dort hin sind wir mit einem Tuk Tuk gekommen. Das ist ein Töff mit Anhänger. Die Tuk Tuks unterscheiden sich von Land zu Land im Designe und Farbe. Die Tuk Tuks von Kambodscha sind meiner Meinung nach die Coolste, da der Anhänger nicht wie in Indien oder Thailand zusammen mit dem Töff eine Einheit bilden sondern angehängt ist. Man fühlt sich wie in einer Kutsche. Es kann vorkommen, dass man beschissen wird, aber generell sind die Tuk Tuk Drivers korrekt.

Angekommen entschieden wir uns für eine Hostel direkt am See mit einer Bar und einer chillout area direkt über dem Wasser. Das ganze Ambiente war super schön. Unser Zimmer war ein kleines Wellblechhäuschen mit einer Kaltwasserdusche. Für das Zimmer haben wir 5 $ pro Nacht bezahlt (2.5 $ pro Person) und wir haben ein 5 $ Zimmer gekriegt… Dieses Wellblech hat sich so erhitzt, dass die durchschnittliche Zimmertemperatur gefühlte 40 Grad war, die Dusche war beschissen und die Mücken haben mich umgebracht. Aber hey, man kriegt was man bezahlt. Das gilt auch in Asien. Nach diesen drei Nächten haben wir uns dann jedoch meistens für Zimmer mit Klimaanlagen entschieden, wenn wir die Wahl hatten.

Das Viertel rund um den See, wird dominiert von Restaurants und Bars. Das Angebot richtet sich vor allem an ein jüngeres Backpacker Publikum. Das Essen und die Getränke sind günstig und so manches Restaurant bietet Magic-Mashrooms Pizzen an. Auch Kiffer kommen dort voll auf ihre Kosten. Wir waren natürlich artig und haben uns an kaltes, gutes kambodschanisches Bier gehalten. Das muss jeder für sich entscheiden, aber ich rate euch eher davon ab Drogen zu nehmen, die Gefängnisse sind die Hölle und die Drogen Gesetzte streng. Wenn ihr aber in eine solche Lage kommt, bezahlt was ihr müsst um nicht auf den Polizeiposten zu kommen – ohne Diskussion!

Dieses Viertel, dass noch nicht so krass ist wie die Khaosan Road oder Goa aber sich leider in diese Richtung entwickelt, geht einem ziemlich schnell auf die Nerven und so habe ich den Rest von Phnom Penh umso mehr genossen. Die Stadt hat kulturell und historisch viel zu bieten. Ich habe bei meinem Besuch die königlichen Tempelanlagen besucht und es hat mir sehr gut gefallen. Die Strassenkinder können in die Tempelanlage rein und raus wie sie wollen und so kam es, dass wir einen kleinen Guide hatten, der uns durch die Tempelanlagen führte. Sie waren überhaupt nicht aufdringlich und so habe wir am Schluss der „Führung“ ein Gruppenfoto mit der Polaroid Kamera gemacht und ihnen das Foto geschenkt.

Was ich jedem anrate, der nach Kambodscha reist, ist dass man sich über die Geschichte informieren soll. Was diesem wunderschönen Land und diesen Menschen angetan worden ist, muss man wissen, wenn man in dieses Land besucht. Das ist man diesen Menschen schuldig.
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